Berichte über Credo·Collab

 
 
 

Glaube, der nicht glatt klingt

15.09.2026 | Credo·Collab übersetzt das Glaubensbekenntnis in Popmusik
Freiburg/Stuttgart. Zwölf Künstler, zwölf Songs, zwölf Perspektiven auf einen der bekanntesten Texte des Christentums: Ab dem 25. September veröffentlicht das popmusikalische Kollektiv Credo·Collab die ersten Songs eines Albums zum Apostolischen Glaubensbekenntnis. Das Kooperationsprojekt der Erzdiözese Freiburg und der Diözese Rottenburg-Stuttgart vertont die alten Glaubenssätze nicht einfach neu, sondern erzählt von Sehnsucht, Hoffnung, Zweifel und Neuanfängen. „Wir wollen einen Glauben hörbar machen, der nicht glatt klingt. Einen Glauben, in dem Zweifel und Brüche genauso ihren Platz haben wie Hoffnung und Vertrauen“, sagt Tobias Aldinger, der das Projekt gemeinsam mit Jan Eisele in der Erzdiözese Freiburg initiiert hat. Sebastian Heeß, Referent für Popularmusik in der Diözese Rottenburg-Stuttgart, ergänzt: „Die Songs geben keine fertigen Antworten. Sie erzählen ehrlich von einem Glauben, der sich ein Leben lang entwickelt.“ 
 
Hervorgegangen ist das Album aus einem bundesweiten Song Contest Anfang 2026 mit mehr als 50 Einsendungen aus christlichen und weltlichen Kontexten. Eine hochkarätige Jury – darunter Michael Herberger (Mitbegründer der Popakademie Baden-Württemberg) und Janik Hollaender (stellv. Kirchenmusikdirektor der Erzdiözese Freiburg) – wählte die besten Beiträge aus. Gemeinsam mit weiteren Pop-Künstlerinnen und -Künstlern wie Kim Hoss, Diana Ezerex, Jonnes (The Voice of Germany) und Julian Maier-Hauff entstand das zwölfköpfige Ensemble. 
 
Die beteiligten Künstlerinnen und Künstler in der Popakademie Mannheim: Reihe hinten v.l.n.r.: Diana Ezerex, Jan-Christoph Hanke, MICHAL, Paul Heide, Jonny vom Dahl, Julian Maier-Hauff, Nils Schowalter, Kim Hoss, Heike Ostertag, Jonnes. Vorne v.l.n.r.: Björn Amadeus, Elli, Samuel Breuer. 
 
Das vollständige Album erscheint am 29. April 2027 und wird bei einem Release-Konzert im Waldsee Freiburg live präsentiert. Ab dem 25. September 2026 erscheinen vorab alle zwei Wochen die ersten Single-Auskopplungen, die unter dem Suchbegriff „Credo Collab“ auf den gängigen Streamingplattformen gefunden und gehört werden können.
 

Auftakt und erste Live Konzerte

Den Auftakt macht am 25. September der Osnabrücker Popmusiker Björn Amadeus mit „Wovon kann ich noch träumen“. Der Song greift das Gefühl von Perspektivlosigkeit auf und stellt die Frage, wo Gott zu finden ist, wenn Zukunft kaum vorstellbar scheint. Bereits am 20. September ist er bei der Neueröffnung der katholischen Jugendkirche St. Nikolaus in Stuttgart erstmals live zu hören.
 
Am 2. Oktober folgt die Heidelberger Sängerin und Songwriterin Heike Ostertag mit „Glatteis“. Für den Song versetzt sie sich in Pontius Pilatus und erzählt aus dieser Perspektive von Selbstzweifeln, Macht und der Sehnsucht nach Liebe und Selbstannahme.
 
Der Ludwigsburger Musiker Jonnes, der 2020 bei „The Voice of Germany“ im Team von Mark Forster bis ins Viertelfinale kam, veröffentlicht am 16. Oktober „Halte das mit mir“. Am selben Abend spielt er den Song beim Candle-Light-Konzert in St. Anna in Bischweier bei Rastatt.
 
Am 6. November erscheint Jonny vom Dahls „Du kamst, sahst, liebtest“. Der Song greift den Abschnitt des Credos über Jesus Christus auf und stellt imperialer Macht eine andere Vorstellung von Stärke gegenüber: die Macht der Liebe.
 
Am 20. November veröffentlicht Elli „Fühlend, suchend, zweifelnd“. Der Titel verrät schon die ehrliche Glaubenssuche, die bei der Singer-Songwriterin in eine große Weite führt. Einen Tag später ist sie damit beim Gründergeist-Gipfeltreffen in Speyer live zu erleben.
 
Den Abschluss der ersten Veröffentlichungsreihe bildet am 4. Dezember die Mannheimer Band Fara mit „Komm nach Haus“. Der Song verbindet das Gefühl von Heimweh mit dem biblischen Motiv des verlorenen Sohns. Seine Live-Premiere feiert er am 6. Dezember beim Adventsfestival in Stuttgart.
 

Geschichten zu den Songs auf Social Media

Wie die Songs entstehen, welche Passagen des Glaubensbekenntnisses sie aufgreifen und welche persönlichen Geschichten dahinterstehen, erzählt Credo·Collab auf Instagram, TikTok, YouTube und unter www.credo-collab.de.
 
Weitere Informationen und alle Termine:
Instagram: @credo.collab
Auf allen Streamingplattformen ab 25.09.26 unter „Credo Collab“
 

Veröffentlichungen auf einen Blick

  • 20. September 2026: Pre-Listening „Wovon kann ich noch träumen“ – Björn Amadeus, Jugendkirche St. Nikolaus, live in Stuttgart. Ab 25. September auf allen Streamingplattformen erhältlich.
  • 2. Oktober 2026: „Glatteis“ – Heike Ostertag
  • 16. Oktober 2026: „Halte das mit mir“ – Jonnes; abends live in St. Anna, Bischweier
  • 6. November 2026: „Du kamst, sahst, liebtest“ – Jonny vom Dahl
  • 20. November 2026: „Fühlend, suchend, zweifelnd“ – Elli; am 21. November live in Speyer beim Gründergeist-Gipfeltreffen
  • 4. Dezember 2026: „Komm nach Haus“ – Fara; am 6. Dezember live beim Adventsfestival Stuttgart
  • 29. April 2027: Album-Release-Konzert mit allen Artists im Waldsee, Freiburg
 
 

Liedwettbewerb „Credo·Collab”: Fünf Hauptgewinner und ein Album

28.04.2026 | Beim Liedwettbewerb Credo·Collab in Mannheim wurden 15 Künstler prämiert, ein Album folgt.
 
Peter Dietrich schreibt beim Mannheimer Morgen über das Songontest Finale.
 
 

„Credo·Collab“ Gewinner:innen überzeugen auf der Bühne

27.04.2026 | Popmusikprojekt: Beim Song-Contest-Finale in der Popakademie Mannheim werden besondere Musiker:innen ausgezeichnet
Freiburg/Mannheim. Wie klingt Glaube im Jahr 2026? Nicht nach festen Antworten, sondern nach Suche, Umwegen und auch Zweifeln. Neue Popklänge des christlichen Glaubens haben am Samstag beim Song-Contest-Abschluss von „Credo·Collab“ für Begeisterung gesorgt. Insgesamt 120 Besucher:innen feierten damit einen Meilenstein des Popmusikprojekts der katholischen Kirche in Baden-Württemberg. Prämiert wurden insgesamt 15 Gewinner:innen aus ganz Deutschland, deren Songs auch live zum ersten Mal auf der Bühne zu hören waren. Aus den Gewinnersongs und sieben weiteren Liedern soll bis Frühjahr 2027 ein gemeinsames Album entstehen, das in mehreren Konzertevents an verschiedenen Orten in Baden-Württemberg nach und nach veröffentlicht wird. 
 
 
Die Band „The Different Stars”
 
Zweifel als Teil des Glaubens
Die Gewinnersongs drücken Zweifel, Suche und Glauben als lebenslangen Prozess aus: Die Künstlerin Elli aus Nordrhein-Westfalen gehört mit ihrem Song „suchend, fühlend, zweifelnd“ zu den fünf Hauptgewinnern, die jeweils ein Produktionsbudget von 3000 Euro gewonnen haben. Auch die Gewinnerin MICHAL aus Mannheim stimmt in ihrem Gewinnersong nachdenkliche Töne an und singt im Song „Berge und Täler“ vom persönlichen Auf und Ab des Glaubenswegs. Sie verbindet vor allem Musik und Comedy miteinander. Der Musiker und Produzent Samuel Breuer aus Köln wählt einen überraschenden Zugang: Er gewinnt mit dem Song „Danke“, der von seiner persönlichen Reise zu einem neuen tiefen Gottvertrauen mit interreligiöser Sicht erzählt. Der Singer-Songwriter Björn Amadeus aus Osnabrück trifft mit dem Gewinnersong „Wovon soll ich noch träumen“ ein Lebensgefühl vieler junger Erwachsener. Den Abend mit insgesamt elf Artists und Bands auf der Bühne beendete die Mannheimer Band Fara, die mit ihrem Song „Komm nach Haus“ ebenso zu den fünf Hauptgewinnern zählt. Das Lied greift das biblische Motiv des verlorenen Sohns auf, der von offenen Armen zuhause empfangen wird. 
 
„Mit dem Song Contest waren wir auf der Suche nach Popliedern, die christliche Glaubensthemen in ungewohnter Weise ausdrücken. Gerade Zweifel und Fragen sind im christlichen Popmainstream seltener“, erzählt Mitinitiator Tobias Aldinger von der Erzdiözese Freiburg. „Wir freuen uns sehr, dass dies mit 50 Einsendungen zum Contest gelungen ist.“
 
Die Beteiligten am Credo·Collab Finale
 
Weitere Preisträger prämiert
Zehn weitere Preisträgerinnen und Preisträger wurden mit einem Preisgeld von 300 Euro prämiert. Dazu gehörten Wildhier (Merlin Wild) aus Künzell, Bastian Benoa aus Stuttgart, Clär (Clara Repmann) aus Frankfurt, REBECCA (Krämer) aus Kandern, Simon Taglauer aus Fürth, Josef John aus Singen, die Band Munday aus Mannheim, Elisa Maria Loveecchio aus Tettnang, Hedwig Petersen aus Freiburg und Samuel Rösch aus Sachsen. „Danke für die vielen Einsendungen und Songs, die persönlichen Glauben ausdrücken und auch mutige Fragen stellen. Sie zeigen, dass der christliche Glaube kein Verfallsdatum hat,“ betont Georg Austen vom Bonifatiuswerk, einer der fünf Jurymitglieder. Das katholische Hilfswerk hat zusammen mit der Erzdiözese Freiburg die Preisgelder im Wert von 18.000 Euro ermöglicht.
 
 
Finale ist erst der Anfang
Dieses Finale war eigentlich erst der Anfang des popmusikalischen Projekts „Credo Collab“. Nun geht es an die Arbeit für das gemeinsame Album, und damit verbunden auch an mehrere Konzerte.
 
„Unsere Ausgangsfrage war immer: Wie klingt ein popmusikalisches Glaubensbekenntnis junger Menschen?,“ beschreibt der Popkantor Sebastian Heeß aus der Diözese Rottenburg-Stuttgart die Projektidee. Mitinitiator Jan Eisele aus der Erzdiözese Freiburg ergänzt das Projekt-Anliegen: „Wir wollen die Kraft der christlichen Lebensweisheit hörbar machen und wollen jungen Menschen Raum für Begegnung, Kunst und für den eigenen Glaubensausdruck ermöglichen.“
 
Auf der Website www.credo-collab.de und auf Instagram (@credo.collab) kann die Entstehung des Albums verfolgt werden.
  
 
 

Musikalisches Kunstwerk mit Tiefgang

15.04.2026 | „Credo·Collab“: Die Song-Contest-Gewinner:innen präsentieren am 25. April in Mannheim ihre Songs
Mannheim/Freiburg. Gesucht wurden für den „Credo·Collab“-Song-Contest keine fertigen Antworten, sondern Songs, die sich mit Glauben, Identität und Lebensfragen auseinandersetzen. Was gefunden wurde? Das zeigen die Projektverantwortlichen Tobias Aldinger und Jan Eisele aus der Erzdiözese Freiburg im Gespräch auf. 
 
Das Finale des „Credo·Collab“-Song-Contests steht bevor. Worauf dürfen sich die Besucher in der Popakademie in Mannheim freuen?
Jan Eisele: Der Abend wird zu einem Kunstwerk. Und er wird Tiefgang haben. Bei so viel Kreativität, Ausdrucksstärke und Feingefühl, die zusammenkommen, kann nichts anderes herauskommen. Ich freue mich auf großartige Künstlerinnen und Künstler, gute Musik, über die man staunen und reden kann, hautnahe Theologie, über die man grübeln und lachen kann, und eine Atmosphäre, die auch vor großen Fragen keine Angst hat. 
 
Die fünf jungen Künstler geben in ihren eigenen Popsongs Einblicke in ihr Inneres. Was bewegt die Musiker?
Tobias Aldinger: Sie geben uns Einblicke in ihre Lebensthemen und Glaubensreisen. Hoffnung und Hoffnungslosigkeit, Sehnsucht nach Heimat, ehrliche offene Fragen an Gott und das Leben, Herausforderungen als Chance und auch verschiedene religiöse Zugänge des eigenen Glaubens werden hörbar. Die Songs erzählen davon, dass es nicht darum geht, fertig oder sicher zu sein, sondern drücken eine Ehrlichkeit mit den eigenen Sinnfragen aus. 
 
 
Die Suche nach Sinn und Orientierung treibt junge Menschen um. Wie tickt die aktuelle Jugend-Generation im Vergleich zu früheren?
Jan Eisele: Junge Menschen sind auf der Suche nach etwas Haltbarem und Dauerhaftem. Sie suchen etwas, dem sie zutrauen, dass es sie durch ihr Leben begleiten kann und ihnen dabei Hilfe und Rat in den großen Entscheidungen ist. Klare und geradlinige Antworten passen erstmal gut zu diesem Wunsch nach Rat und Entscheidungshilfe. 
 
 „Wir haben Vorbilder gefunden“
 
Aber junge Menschen erleben auch, dass das gute Zusammenleben in Freundschaften, Beziehungen, einer Familie und in einer Gesellschaft – und das sind die Hoffnungen vieler junger Menschen – nicht so geradlinig verläuft, wie man sich das wünscht. Dann können Vorbilder helfen, die auf ihre Fragen kreative Lösungen finden und trotzdem für sich konsequent bleiben. Solche Vorbilder suchen auch wir bei Credo·Collab. Und ich glaube, wir haben welche gefunden. 
 
 
Die Fragestellung des Abends lautet: „Wie klingt Glaube heute zwischen Zweifel, Hoffnung und persönlicher Suche?“ Können Sie uns schon eine Antwort darauf geben?
Tobias Aldinger: Für unser Projekt ist zuerst wichtig, dass Glaube klingt. Glaube braucht Resonanzraum – in der Auseinandersetzung mit Anderen und in den Freiräumen, die Kunst und aktuelle Popkultur bietet. Eine erste Antwort aus den eingereichten Songs: Suche und Zweifel gehören fest zum christlichen Glauben dazu – auch als Anstoß, mit dem tieferen Grund in Resonanz zu gehen, der mein Leben trägt. 
 
 
Sie konnten aus rund 50 Einsendungen aus ganz Deutschland fünf Songs auswählen. Wie bewerten Sie die Resonanz quantitativ und qualitativ?
Jan Eisele: Ich bin begeistert von den Einsendungen und ehrlich gesagt froh, dass ich nicht entscheiden musste, wer gewinnt und wer nicht. Mit so vielen Songs hatte ich nicht gerechnet. Noch dazu waren viele Songs, trotz ihrer Unterschiedlichkeit, auf einem sehr hohen Niveau.
 „Die spirituelle Tiefe in den Songs beeindruckt“ 
Besonders hat mich auch die spirituelle Tiefe in den Songs beeindruckt. Viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben die Möglichkeit genutzt, eine kleine Geschichte zu ihrem eingereichten Song zu erzählen, und das war etwas ganz Besonderes. Es ist immer eine Ehre, wenn Menschen von sich und ihrem Leben erzählen, und es war ein großes Geschenk, dass ich dann noch die Songs aus diesen Leben dazu hören durfte.
 
 
Üblich ist, dass ein Finale den Abschluss darstellt. Nicht so bei „Credo·Collab“. Was folgt nun?
Tobias Aldinger: Bei unserem Finale werden die Gewinnerinnen und Gewinner des Songcontests bekannt gegeben. Zusammen mit den Künstlerinnen und Künstler von Credo·Collab, die auch beim Finale sind, wird ein Musik-Album entstehen. Mit diesem Album gehen wir auf eine Konzert-Workshop-Tour durch Baden-Württemberg. Bei einem großen Gemeinschaftskonzert 2027 kommen nochmal alle Musikerinnen und Musiker zusammen. Das wird noch ein Höhepunkt des Projekts sein. Also noch mindestens ein Jahr wird es regelmäßig was von Credo·Collab zu hören geben. 
 
 
Und worauf freuen Sie sich in den nächsten Monaten am meisten?
Jan Eisele: Das große Konzert wird nochmal was ganz Besonderes für mich, aber am meisten freue ich mich auf die Workshops an verschiedenen Orten und wie da Menschen und Musik zusammenkommen. Wenn Menschen sich von Musik berühren lassen und sich dann gemeinsam zu Themen austauschen, entsteht ein besonderer Moment. Ich habe große Lust, diese Orte und Momente mitzuerleben und selbst viel von anderen zu lernen. So kommt für mich auch nochmal zum Ausdruck, wie wir zusammen glauben, in einem Credo·Collab.
 
 

SWR1 3vor8: Credo·Collab

13.04.2026 | Judith Schmitt-Helfferich spricht im SWR über Credo·Collab
 
 
 

Song Contest begeistert mit kreativer Vielfalt

23.03.2026 | Live-Event zum Finale von Credo·Collab am 25. April in der Popakademie Mannheim
Mannheim / Freiburg / Rottenburg. Mit mehr als 50 Einsendungen aus ganz Deutschland ist der Song Contest des innovativen kirchlichen Projekts Credo·Collab für die Initiatoren schon ein großer Erfolg. Zahlreiche junge Erwachsene im Alter von 18 bis 35 Jahren haben vielfältig demonstriert, wie sich tiefgehende Glaubens- und Lebensthemen popmusikalisch ausdrücken lassen: „Wir freuen uns über die große Resonanz und musikalische Bandbreite von jungen Musikschaffenden zu unserem popmusikalischen Glaubensprojekt“, betonen die Projektverantwortlichen Tobias Aldinger und Jan Eisele aus der Erzdiözese Freiburg.
 
 
Die Sehnsucht nach zeitgemäßer Popmusik in kirchlichen Räumen scheint die Teilnehmerinnen und Teilnehmer von Freiburg über Stuttgart bis nach Hamburg und Chemnitz gleichermaßen umzutreiben. „Es ist unser Anspruch jungen Erwachsenen genau diese Plattform zu bieten, ihre Hoffnungen, Ängste, Glauben und ihre Herausforderungen musikalisch auszudrücken und damit gehört und wertgeschätzt zu werden“, verdeutlicht Sebastian Heeß, der als Bildungsreferent für Popularmusik aus der Diözese Rottenburg-Stuttgart das Projekt begleitet.

Die finale Auswahl

Der Wettbewerb befindet sich aktuell in der entscheidenden Phase: Die Jury steht vor keiner einfachen Aufgabe, fünf Erstplatzierungen und zehn Zweitplazierungen zu küren. Jurymitglied Georg Austen freut sich als Generalsekretär des Bonifatiuswerks auf diese Aufgabe: „Zu unserer Freude haben wir viele gute Bewerbungen von Musikerinnen und Musikern erhalten, die auf intensive und frische Art die Inhalte unseres Glaubens in kreativer Weise in die heutige Zeit übersetzen. Die finale Auswahl der einzelnen Platzierungen wird uns vermutlich nicht leichtfallen.“
In der Jury sitzen außerdem Michael Herberger, Präsident und Geschäftsführer der Popakademie Baden-Württemberg, die Singer-Songwriterin Bernarda Brunovic, die Theologin und Influencerin Lisa Quarch, sowie Musikwissenschaftler und Kirchenmusik-Experte Janik Hollaender. Sie vereinen damit Musikszene, Theologie und kirchliche Praxis auf besondere Weise. Das Bonifatiuswerk stellt zusammen mit der Erzdiözese Freiburg und der Diözese Rottenburg-Stuttgart für Preisgelder und für Produktionskosten der bestplatzierten Songs insgesamt 18.000 Euro zur Verfügung.

Was am 25. April ansteht

Das große Live-Event zum Finale des Contests findet am 25. April in der Popakademie Baden-Württemberg (Mannheim) ab 19 Uhr statt, einem der renommiertesten Hotspots der deutschen Kreativszene. Außerdem stehen an diesem Abend weitere beteiligte Musiker und Musikerinnen von Credo·Collab auf der Bühne, die gleichzeitig noch für ein Songwriting-Camp zusammenkommen, bei dem weitere Songs für das geplante Album zum Glaubensbekenntnis entstehen: Diana Ezerex, Jonny vom Dahl, Jonnes, Heike Ostertag und Julian Maier-Hauff. Darüber hinaus erwartet die interessierten Besucherinnen und Besucher Poetry-Beiträge von Jasmin Brückner und Marco Michalzik sowie inspirierende Scene-Slams zum christlichen Glaubensbekenntnis.
 
  
 
 

Kick-off in Stuttgart

01.12.2025 | „Credo·Collab“ startet mit starkem Signal für junge Popkultur und Glaubensfragen

Freiburg/Stuttgart. Mit einem atmosphärisch dichten Auftakt in der Domkirche St. Eberhard in Stuttgart ist am Samstag beim Adventsfestival offiziell das Projekt „Credo·Collab“ gestartet: Ein innovatives Musik- und Glaubensprojekt der Erzdiözese Freiburg und der Diözese Rottenburg-Stuttgart. Das Projekt will über ein Jahr lang zwischen Popmusik, Spiritualität und Lebensfragen junger Erwachsener neue Räume schaffen. Der Kick-off markiert den Start eines breit angelegten kreativen Prozesses: Workshops, Konzerte, eine Albumproduktion – und ein bundesweiter Song Contest, zu dem ab sofort Songs eingereicht werden können.
 

Glaube mit Popmusik ausdrücken

Tobias Aldinger ist in der Erzdiözese Freiburg für den Bereich der Glaubenskommunikation zuständig und einer der Initiatoren des Projekts. Er machte beim Auftakt deutlich, worum es Credo·Collab geht: „Wir wollen mit dem Projekt die Schätze der Glaubenstradition durch Popkunst neu entdecken und zugänglich machen. Außerdem wollen wir als Kirche lernen, wie Glaube heute gelebt und ausgedrückt werden kann.“ Jan Eisele, Referent für Jugendspiritualität im Erzbischöflichen Seelsorgeamt Freiburg hat das Projekt mitentwickelt – aus der Beobachtung heraus, dass jungen Erwachsenen oft zeitgemäße Ausdrucksformen für Glaube und Spiritualität fehlen.

Popmusik trifft Credo – und junge Lebenswelten

„Credo·Collab“ stellt eine eher ungewöhnliche Frage: Wie klingt das christliche Credo (Glaubensbekenntnis) 1.700 Jahre nach seiner Entstehung, heute im Jahr 2025/26? Menschen, die professionell Popmusik gestalten – gläubig, zweifelnd oder säkular – stehen im kommenden Jahr gemeinsam mit jungen Erwachsenen im Studio und auf Bühnen, um neue Songs zu entwickeln, die zwischen Glaubensfragen, persönlichem Ausdruck und moderner Popästhetik oszillieren. Sebastian Heeß, Fachreferent für Popularmusik im Bischöflichen Jugendamt der Diözese Rottenburg-Stuttgart, betont: „Spiritualität, christlicher Glaube und Popkultur schließen sich nicht aus – im Gegenteil: Musik kann etwas ausdrücken, was Worte allein nicht mehr können und deswegen verbinden sich diese Welten auf besondere Weise.

Bundesweiter Song Contest gestartet – Einsendeschluss 22. März 2026

Ein Herzstück der Initiative ist der bundesweite Song Contest – ein Wettbewerb für junge Musikerinnen und Musiker, Singer-Songwriter und Bands im Alter von 18 bis 35 Jahren. Gesucht werden Songs, die ehrlich sind, mutig sind, die Herz, Zweifel, Lebensfragen und Glaubenshoffnungen ausdrücken. Fünf Songs gewinnen eine professionelle Musikproduktion und werden Teil eines Albums. Insgesamt ist der Wettbewerb mit 18.000 € dotiert.
 
Michael Herberger, Präsident & CEO der Popakademie Baden-Württemberg und Mitglied der Jury, zeigt sich begeistert: „Ich freue mich auf Songs, die sich authentisch und gerne auch kritisch mit dem Thema Glauben auseinandersetzen, um über dieses wichtige Thema gemeinsam in den Dialog zu kommen.“ Auch die Schweizer Sängerin Bernarda Brunovic, aktuelle Halbfinalistin von The Voice of Germany, ist Teil der Jury. Jurymitglied Lisa Quarch, zukünftige geistliche Leiterin des größten katholischen Jugendverbandes BDKJ, betont aus ihrer Perspektive als Theologin: „Im Mainstream der christlichen Popmusik fehlt es oft an kritischen oder zweifelnden Stimmen, oder an Musik, die wie gute Kunst Pluralität willkommen heißt. Diese Lücke wollen wir mit dem Projekt ein Stück weit schließen.“
 
Janik Hollaender aus Freiburg, Musikwissenschaftler und stellvertretender Leiter des Amtes für Kirchenmusik ist als Jurymitglied dies wichtig: „Es braucht mehr Musik in unseren Kirchen, die die Gegenwart und ihre Anfragen an Glaube und Religion popmusikalisch erfahrbar macht und junge Menschen in ihrer ästhetischen Erfahrungswelt und ihren spirituellen Suchbewegungen ernst nimmt.“ Jurymitglied Georg Austen, Generalsekretär des Bonifatiuswerks, betont: „Ich bin überzeugt davon, dass das ein sehr spannendes Projekt wird und dabei gemeinsam neue Perspektiven unseres Glaubens deutlich werden.“